11 neue Sekundarschulen bis zum Jahr 2050 und mehr als 17 bereits geplante Neubauten, Sanierungen und Erweiterungen

Am 14. April 2026 informierten der Minister für Bildung, Kinder und Jugend, Claude Meisch, und die Ministerin für Mobilität und öffentliche Arbeiten, Yuriko Backes, die Abgeordneten über den Stand der Vorbereitungsarbeiten für einen neuen sektoriellen Plan "Lycées" mit Blick auf das Jahr 2050. Im Rahmen einer gemeinsamen parlamentarischen Sitzung der Ausschüsse für Bildung, Kinder und Jugend, Mobilität und öffentliche Arbeiten sowie Wohnungswesen und Raumentwicklung stellten sie zudem einen gemeinsamen Beschleunigungsplan zur Schaffung neuer schulischer Infrastrukturen vor.

Die Minister wiesen darauf hin, dass Investitionen in Bildung und Infrastrukturen für Kinder und Jugendliche gemäß dem Regierungsprogramm 2023–2028 zu den nationalen Prioritäten zählen. Angesichts eines anhaltenden Bevölkerungswachstums muss Luxemburg bereits heute den künftigen schulischen Bedarf antizipieren, um auch künftig allen einen gerechten Zugang zu einem qualitativ hochwertigen Bildungsangebot in allen Regionen des Landes zu gewährleisten.

Ein zugängliches Bildungsangebot in allen Regionen

Der sektorielle Plan "Lycées" bleibt in diesem Zusammenhang ein zentrales strategisches Instrument, um den Infrastrukturbedarf im Sekundarschulwesen frühzeitig zu erkennen und eine langfristige Planung sicherzustellen.

Auf Grundlage der demografischen Projektionen des Statec zielt der neue sektorielle Plan "Lycées" darauf ab, die Entwicklung der Schülerzahlen bis 2050 vorauszusehen und dem steigenden Kapazitätsbedarf im Sekundarschulwesen gerecht zu werden. Im Sinne der Chancengleichheit soll er zudem ein zugängliches Bildungsangebot in allen Regionen des Landes gewährleisten, damit jede Schülerin und jeder Schüler den Bildungsweg ihrer bzw. seiner Wahl verfolgen kann, ohne lange Wege zurücklegen zu müssen.

Darüber hinaus verfolgt diese territoriale Planung das Ziel, die Mobilität besser zu organisieren, indem die Standorte der Schulen im Einklang mit den bestehenden Verkehrsnetzen geplant und nachhaltigere Lösungen gefördert werden. Sie soll außerdem ermöglichen, in Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden die erforderlichen Grundstücke frühzeitig zu sichern, um die Umsetzbarkeit künftiger Projekte zu gewährleisten.

Im Rahmen der Arbeiten am sektoriellen Plan "Lycées" präzisierte Minister Claude Meisch, dass die Phase zur Identifizierung potenzieller Standorte, an die sich Umweltprüfungen anschließen werden, bereits eingeleitet wurde. Nach deren Abschluss kann das Verfahren des sektoriellen Plans eingeleitet werden. Das Inkrafttreten ist für 2028 vorgesehen.

Eine ausgewogene Verteilung: 11 neue Sekundarschulen auf lange Sicht

Die in Zusammenarbeit mit dem Statec durchgeführte Konsultationsphase hat es ermöglicht, jene Regionen zu identifizieren, in denen das schulische Angebot verstärkt werden muss. Auf dieser Grundlage ist landesweit die Schaffung von 11 neuen Sekundarschulen vorgesehen, um dem demografischen Wachstum Rechnung zu tragen und einen Platzmangel zu vermeiden.

Diese neuen Sekundarschulen werden gleichmäßig auf die verschiedenen Regionen des Landes verteilt:

  • Region Ösling: 1 neue Sekundarschule
  • Region Agglo-Centre: 1 neue Sekundarschule
  • Region Süden: 4 neue Sekundarschulen
  • Regionen Junglinster, Mullerthal, Mosel, Norden und Umgebung: 2 neue Sekundarschulen
  • Region Mersch und Umgebung: 1 neue Sekundarschule
  • Region Mosel, Süden und Umgebung: 1 neue Sekundarschule
  • Region Steinfort und Umgegend: 1 neue Sekundarschule (siehe Karte)

Ein Beschleunigungsplan für 17 Infrastrukturprojekte mit einem Investitionsvolumen von 1,9 Milliarden Euro (kurz- und mittelfristig)

Parallel zu dieser langfristigen Planung sind kurz- und mittelfristige Investitionen in eine Reihe von Schulinfrastrukturprojekten vorgesehen, um dem unmittelbaren Kapazitätsbedarf im Sekundarschulwesen gerecht zu werden. Um eine wirksame Umsetzung sicherzustellen, beruhen diese Projekte auf einer engen Koordination zwischen dem Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend und dem Ministerium für Mobilität und öffentliche Arbeiten.

Kurzfristig werden an mehreren bestehenden Standorten provisorische modulare Strukturen eingerichtet, um die Zahl der verfügbaren Plätze rasch zu erhöhen.

Mittelfristig werden mehrere Neubau- und Erweiterungsprojekte dazu beitragen, die Kapazitäten nachhaltig zu erhöhen und das Bildungsangebot auf regionaler Ebene zu verbessern.

Insgesamt handelt es sich um 17 Bau- oder Erweiterungsprojekte, um den kurz- und mittelfristigen Bedarf zu decken.

Die Gesamtkosten aller laufenden Projekte, einschließlich der Projekte des Beschleunigungsplans, die eine zusätzliche Fläche von rund 500.000 m² umfassen, belaufen sich derzeit auf etwa 3,1 Milliarden Euro. (Die Kosten der Projekte in der Programmierungsphase sind noch nicht festgelegt.) Mehrere Projekte werden auf alternative Finanzierungs- und Realisierungsmodelle zurückgreifen, um die im Koalitionsabkommen festgelegten Ziele zu erreichen.

Im Rahmen der Kommissionssitzung wurde daran erinnert, dass der Bau öffentlicher Infrastrukturen, einschließlich von Schulgebäuden, in die Zuständigkeit der Verwaltung für öffentliche Bauten (ABP) unter der Aufsicht des Ministeriums für Mobilität und öffentliche Arbeiten fällt. Gemäß dem Koalitionsabkommen erhält das Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend eine größere Autonomie bei der Verwaltung kleinerer Projekte, wie Instandhaltungs-, Umbau- oder Renovierungsarbeiten.

Alle diese neuen Infrastrukturen werden klar definierten Standards entsprechen und zu einem späteren Zeitpunkt in den Bestand der ABP integriert.

Informationen zum aktuellen Immobilienbestand der Lycées und zu den umgesetzten Projekten der letzten fünf Jahre

Der dem Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend zugewiesene Immobilienbestand, dessen Verwaltung von der Verwaltung für öffentliche Bauten (ABP) sichergestellt wird, umfasst derzeit Schulgebäude auf 65 Standorten mit einer kumulierten Bruttogeschossfläche von rund 1.220.000 m².

In den vergangenen fünf Jahren wurden 19 Projekte in diesem Bereich abgeschlossen, was einem Gesamtinvestitionsvolumen von 663.630.000 Euro entspricht. Davon führten 11 Projekte zur Schaffung neuer Flächen mit einer zusätzlichen Bruttofläche von rund 170.000 m², was einem Zuwachs von etwa 16 % der Gesamtfläche entspricht.

Darüber hinaus wurden im selben Zeitraum 12 Standorte mit modularen Bauten ausgestattet.

Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung, Kinder und Jugend, des Ministeriums für Mobilität und öffentliche Arbeiten und des Ministeriums für Wohnungsbau und Raumentwicklung